Gaspreise leeren die Haushaltskassen

Oktober 15, 2009

Die meisten Verbraucher stöhnen zunächst auf, wenn es um die Gasrechnung geht. Gerade größere Familienhaushalte, die mit einem geringen Einkommen auskommen müssen, mussten mit ihren Finanzen und Liquidität kämpfen. Rückzahlungen am Ende des Jahres sind eine Ausnahme. Meist muss der Verbraucher drauf zahlen. In den vergangenen Jahren haben sich Gas analog zum Öl kontinuierlich insgesamt 70 Prozent verteuert – bis im September 2008 Wirtschaftskrise kam und der Ölpreis fiel. Die Medien spekulierten, dass 2009 der Gaspreis fallen werde, da er stets am Ölpreis gekoppelt sei. Tatsächlich ließen viele Gasversorger ihre Kunden bis zum Frühjahr auf günstigere Gaspreise warten, dem Ende der Heizsaison.

Noch im August 2008 mussten die Gaskunden im Schnitt 17,7 Prozent mehr bezahlen, was einen Betrag von 202 Euro pro Haushalt bedeute. Auch jetzt haben wieder einige Anbieter angezogen, trotz sinkender Ölpreise ihre Gaspreise, so zum Beispiel die Töchter der Eon-Gruppe. 78 Gasversorger verlangten zu Jahresanfang einen Aufschlag von bis zu 29 Prozent. Waren die steigenden Ölpreise für die Versorger stets ein guter Grund, den Gaspreis mit einigen Monaten zeitverzögert anzuziehen, lassen Sie nun viele Verbraucher ratlos zurück. Für die deutschen Haushalte ist der Gaspreis von ganz besonderer Bedeutung, immerhin verschlingen die Heizkosten einen Großteil des Einkommens. Vielleicht hat der ein oder andere sogar auf der Suche nach günstigeren Gastarifen gleich vorsorglich einen Kreditvergleich gemacht, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Ein Teil der Anbieter, etwa 40 Prozent, hat allerdings im Frühjahr die Gaspreise gesenkt. Damit hatten die Haushalte einen durchschnittlichen Nachlass von 5,5 Prozent bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden – eher wenig, verglichen mit der üppigen Verteuerung im Vorjahr und den zeitweiligen Ölpreisen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Stromanbieter ihre Kunden nicht auf günstigere Tarife hinweisen, so dass nicht wenige noch die alten zahlen. Anbieter wie zum Beispiel Gasag bieten zum Beispiel preiswerte Online-Tarife an, mit denen Kunden durch Verzicht auf Service deutlich ihre Beiträge senken können, ohne groß dafür zu werben.

Gasanbieter vergleichen

Diejenigen die sich gegen überteuerte Heizkosten wehren und Gels sparen möchten, sollten einen Gasanbieterwechsel in Betracht ziehen; denn in der Gaspreisentwicklung gibt es zwischen den verschiedenen Anbietern große Unterschiede. Der unabhängige Informationsdienstleister Verivox hat zur anstehenden Heizperiode 2009 das Preisniveau und die Einsparmöglichkeiten in den Bundesländern verglichen und hat dabei deutliche regionale Unterschiede festgestellt. Stromkunden in Bremen zahlen bei einem Verbrauch von 20 000 kWh pro Jahr 1100 Euro wohingegen die Thüringer 1275 Euro zahlen mussten. Hamburger können durch einen Gasanbieterwechsel am meisten sparen, und zwar bis zu 303 Euro.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Der Gaspreis setzt aus verschiedenen Faktoren zusammen: Der Grundpreis verrechnet meist monatlich die voraussichtliche Lieferleistung. Was der Kunde zahlt, damit seine Wohnung warmbleibt, ist außerdem von gewählten Sondertarifen abhängig, die er Verbraucher mit seinem Versorger vereinbart. Damit der Verbraucher künftig nicht gegen Ende der Vertragslaufzeit nach einem Kleinkredit suchen muss, um seine Rechnung zu bezahlen, sollte er nach einem günstigeren Anbieter suchen. Der Gasmarkt wurde nämlich wie der Strommarkt liberalisiert. Allerdings kommt der Wettbewerb zwischen den Anbietern nur langsam in Schwung. Nur in einigen Städten können Kunden tatsächlich zwischen verschiedenen Anbietern wählen und durch den Wechsel Geld sparen und verzichten. Die anderen müssen womöglich dann doch noch den passenden Kredit für die steigenden Gaspreise finden.

Quelle: kreditaktuell.com

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